Foto: Denk-Zeichen e.V.
Gedenkfeier zur Erinnerung an die deportierten jüdischen Bürger aus Esslingen.
Am Freitag, 28. November 1941, zum Sabbatbeginn, wurde die erste größere Gruppe jüdischer Frauen, Männer und Kinder aus Esslingen vom Sammelplatz Hafenmarkt (damals „Platz der SA“) nach Stuttgart transportiert. Von dort wurden sie ins Konzentrationslager nach Riga verfrachtet.
Weitere Deportationszüge in verschiedene Lager im Osten (Auschwitz, Izbica, Theresienstadt, Maly Trostinec u.a.) folgten. Die meisten der deportierten Männer, Frauen und Kinder wurden erschossen, vergast, durch Arbeit vernichtet, oder mit anderen Mitteln ermordet.
Mit dieser Gedenkstunde wollen wir dieser Opfer des Faschismus und Rassismus gedenken; wir wollen an sie erinnern, ihre Namen nennen und trauern. Wir müssen aber auch nachdenken über Fremdenhass, Rassismus, Terror und Staatsterror, Krieg, Militarisierung und zunehmende soziale Ungerechtigkeit in der Gegenwart.
Das Gedenken an die Opfer verpflichtet uns auch im Hier und Heute Standpunkt zu beziehen gegen Krieg, Gewalt und Besatzung.
Am Mittwoch 11. November 2026 wollen wir uns um 18 Uhr am Hafenmarkt treffen, gedenken, erinnern und trauern.
Es wirken mitBürgermeister Yalcin Bayraktar, Pfarrer i.R. Berhard Dinkelaker und Pastoralreferent Raphael Maier.
Die Gedenkfeier ist eine Initiative von Einzelpersonen und findet seit 1991 statt. Sie wird getragen von Denk-Zeichen e. V., dem Kulturzentrum Dieselstrasse e. V., der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der Antifaschisten – VVN/BdA und unterstützt von der Stadt Esslingen

