Foto: BUND Esslingen
In den zurückliegenden Folgen dieser Serie wurde deutlich: es wäre vorteilhaft für Jeden von uns, ebenso wie für unsere gesamte Volkswirtschaft, wenn wir von den halsabschnürenden Import-Abhängigkeiten bei Öl, Gas, Kohle, Uran sowie weiteren Rohstoffen wegkommen könnten. Dazu gibt es, vereinfacht gesagt, drei Stellschrauben:
1) Weg von der alten Ideologie ewigen Wachstums, und Beschränkung auf vernünftiges Maß bei Produktion und Konsum. Die Wissenschaft gibt dem die Überschrift: “SUFFIZIENZ”.
2) Steigerung der EFFIZIENZ im Gebrauch von Energie und sonstigen Rohstoffen. Heißt: Verluste reduzieren, mehr echten Nutzen herausziehen, z.B. aus einer Kilowattstunde Strom.
3) Beschleunigte Umstellung auf wirklich nachhaltige Formen der Energiegewinnung und der Materialwirtschaft. Der dazu gehörige Begriff aus der Wissenschaft (vielleicht noch nicht überall bekannt): “KONSISTENZ”. Heißt insbesondere: konsequent und planvoll (!) in die Nutzung erneuerbarer, emissionsarmer heimischer Energieangebote investieren.
Kommen wir als Erstes zu praktischen Beispielen für SUFFIZIENZ-Beiträge, die von uns Konsumenten geleistet werden können – natürlich jeder nach seinen individuellen Gegebenheiten:
* Muss man denn auch im Herbst, Winter und Frühjahr zuhause kurzärmelig herumsitzen können? – Jeder Tag, um den wir die Heizung später einschalten und früher wieder aussschalten, und jedes halbe Grad, um das wir die Zimmertemperaturen absenken, hilft Energie, Kosten u. Klimaschäden zu sparen!
* Muss denn jede Besorgung, jede Unternehmung immer mit einer Autofahrt beginnen – und dann auch wieder so enden? Wofür aber in vielen Familien hoher Aufwand, sogar für ein Zweit- oder gar Drittauto getrieben wird?

