Foto: Julia Kilpatrick (Pembina Institute, CC)
In den letzten Folgen dieser Artikelserie wurden die Vorteile eines planvollen Ausstiegs aus Öl und Gas benannt:
* Deutschland würde sich aus den bisherigen Abhängigkeiten von Lieferländern befreien (darunter kriegstreiberische und terrorfördernde Staaten sowie Despotenreiche!)
* Die deutsche Volkswirtschaft würde pro Jahr 80 Milliarden Euro (!) an Importkosten sparen
* Deutschland könnte seinen gerechten Beitrag zum Klimaschutz zuverlässig erfüllen (so wie wir es ja umgekehrt von allen anderen Ländern erwarten).
So weit – so klar! Aber wie kann der begonnene Abschied von den fossilen Brennstoffen nun fortgeführt werden? Tatsächlich wird das nur mit klarer politischer Zielsetzung und mit planvollem, koordiniertem Handeln – quer durch die Gesellschaft und die Wirtschaft! – gelingen. Wenn wir uns das gar nicht vornehmen, oder wenn wir das noch länger hinausschieben, oder wenn wir das nicht konsequent genug angehen und dadurch “versemmeln” – dann werden die heute noch Jüngeren, also unsere Kinder und Enkel, voraussichtlich ein sehr schweres Leben haben: als Spielball von ausländischen Mächten und von internationalen Konzernen. Und schlimmen Klimabedingungen ausgeliefert, was unter anderem die Lebensmittel knapper und teurer machen wird.
Für den Abschied von Öl und Gas gibt es drei Stellschrauben, hier die erste:
“Genügsamkeit” im Energieverbrauch, wissenschaftl. bezeichnet als “Suffizienz”: Jeder von uns nimmt sich nur so viel vom Energie- und Waren-Kuchen, wie es für ein gutes Leben wirklich braucht – und wie es dann für alle drumherum auch gerecht ist. Also nicht unbedingt so viel wie man kriegen KANN, und auch nicht jedes Jahr einige Prozent mehr.
Beispiele dazu? Nächste Woche!

