Foto: Michael Rohn
Eine echte Bereicherung: An Palmsonntag fand in der ev. Kirchengemeinde zum wiederholten Male ein gemeinsamer Gottesdienst mit der madagassischen Gemeinde statt. Bereichert wurde der Gottesdienst durch zwei Lieder, die der Chor auf Madagassisch sang.
Die Predigt hielt Pfarrer i.R. Thomas Auerswald. Der Predigttext stand im Evangelium nach Markus, Kapitel 14, Verse 1-9, in dem es um Jesu Salbung geht. „‘So eine Verschwendung‘, knurren sie. ‚Das kostbare Öl, so eine Vergeudung!‘“ So murrten sie – begann Thomas Auerswald seine Predigt – in der Tischrunde in Simons Haus. So hätten die Menschen geschimpft. Worum ging es? Um wertvolles reines Nardenöl, das eine Frau an Jesus verschwendet habe.
Jesus reagierte jedoch ganz anders als erwartet. Er lässt ihre verschwenderische Liebe zu und verteidigt sie sogar: „Sie hat ein gutes Werk an mir getan.‘“ Warum Jesus die Frau verteidigt habe? Antwort: „Weil er wusste, dass er dem Tod in Jerusalem entgegenging.“ Diese Frau, so Auerswald, gab alles, „das absolut Wertvollste, was sie hatte!“
„Sie goss das Öl auf sein Haupt“. Sie salbt Jesus damit zum König, zum verheißenen und von Gott bestimmten Herrscher! Mit dieser Salbung zeige das Evangelium: Der jetzt diesen Weg geht, der nachher das Abendmahl feiert und dann verhaftet, der geschlagen und verurteilt wird, der sein Kreuz trägt nach Golgatha – der, genau der ist der Gesalbte. Er, der da stirbt, ist der Messias, der von Gott versprochene und gesandte Retter.

