Foto: privat
Wir (Angelina Haug und Stefan Fisahn) sind ADFC-Mitglieder aus Esslingen und diesen Sommer sind wir die Tour Brandenburg geradelt.
Mit 1.111 Kilometern ist die Tour Brandenburg der längste Radfernweg Deutschlands. Die Tour führt rund um Berlin durch das ganze Land Brandenburg.
Durch den seenreichen Norden, die Uckermark, in der man den ganz Tag radeln kann, ohne jemandem zu begegnen, die märkische Schweiz und die Lausitz mit ihren großen künstlichen Seen.
Wir waren mit Klapprädern und Zelt unterwegs. Langsam und lauschend. Oft sind wir erst um die Mittagszeit losgekommen, denn die vielen Seen laden zum morgendlichen Schwimmen ein.
Die Leere und die Weite Brandenburgs ließ uns durchatmen und die Campingplätze boten faire Preise. Es gab auch überall Zeltwiesen auf den Campingplätzen, entgegen dem Trend, alles für die rollenden Häuser (Camper) zu optimieren. Manche Campingplätze werden von Vereinen in Selbstregie geführt, auch das ist etwas Besonderes.
Außerdem hatten wir anregende Begegnungen über 1nitetent. Über diese Plattform darf man als Radler für eine Nacht im Garten von Privatmenschen zelten.
Was uns noch auffiel: Der Radweg ist überwiegend im tadellosen Zustand, streckenweise über alte Bahntrassen gebaut. Hier wurde ganzheitlich gedacht und gehandelt.
In Wriezen hat man in der Fußgängerzone das Radfahren nicht verboten, sondern einen roten Fahrstreifen für die Radler in der Mitte eingezogen: Kreativität statt Verbote.
In Cottbus (eine Stadt so groß wie Esslingen) hat man versuchsweise die Altstadt vom Autoverkehr befreit: Wir sahen eine lebendige Stadt mit buntem Einzelhandel.
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