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Förderverein Münster St. Paul

Themenspaziergang und Tag des offenen Denkmals

Foto: H.G.v.Stockhausen Photo Thomas Dietz

am zweiten Sonntag im September werden auch in Esslingen wieder Denkmale zugänglich, die sonst häufig verschlossen bleiben. Oder es werden neue Sichtweisen auf altbekannte Denkmale ermöglicht. Unter dem Motto NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur werden am Sonntag die Begleiter der Münsterspaziergänge und die Schola Gregoriana unter Leitung von Felix Muntwiler zwei Denkmale in neuem Licht bzw. in neuer Akustik öffnen. 

Netzwerke und Infrastruktur im Münster St. Paul und im Salemer Pfleghof sind zum einen der Gesang des Gregorianischen Chores, wie er wohl vom 13. Jahrhundert bis zum Jahr 1532 im Münster hinter dem Lettner erklang, zum anderen das Baugrundstück beim Mettinger Tor und die heute so stille Straße nördlich des Münsters, die die Dominikaner im Jahr 1233 von den Bürgern der Stadt Esslingen geschenkt bekamen. König Heinrich hat dies in einer Urkunde bestätigt. Zum dritten und vierten der Salemer Pfleghof, einst möglicherweise staufische Pfalz, sicher aber die Handelsniederlassung des Chorherrenstiftes Salmannsweiler mit der am alten Ort wieder erstellten Kapelle und dem modernen Glasbild von Hanns Gottfried von Stockhausen sowie der modernen Heizanlage mit Wärmeaustauscher im Geiselbach, die im Zuge der Renovierung bereits im letzten Jahrhundert eingebaut wurde.

Die Netzwerke der Predigerbrüder in der mittelalterlichen Stadt und die von ihnen gestaltete Infrastruktur, das soll auch Thema beim Spaziergang im Münster am dritten Sonntag im September sein, bei dem wir uns auf die Suche nach den Spuren Esslingens seit 777 und denen der Dominikaner bis zu ihrem Auszug aus Esslingen im 16. Jahrhundert begeben wollen.