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Förderverein Münster St. Paul

Themenspaziergang Räuberteller

Foto: Team Themenspaziergänge

Es klang ein wenig verwegen – aber 12 Besucher:innen fanden sich zur Kirchenführung am letzten Sonntag am Münster St. Paul ein. Die ehemalige Klosterkirche wurde ab 1804 als Lager, Stall und Liederfeste genutzt, ehe die katholische Gemeinde sie 1860 für 15.000 Gulden kaufen konnte.

Was verbindet die Frauenkirche, das Münster St. Paul und die Stadtkirche St. Dionys eigentlich?

Beim Blick ins Münster St. Paul stand die Mondsichel-Madonna im Mittelpunkt. Sie war das Geschenk der evangelischen Gemeinde zur Wiederweihe als katholisches Gotteshaus im Jahr 1864. Nach der zweiten Profanierung Im Jahre 1804 wurde der Hochaltar aus dem Münster St. Paul in die Stadtkirche St. Dionys verbracht. Er findet sich seitdem dort im südlichen Seitenschiff. Er zeigt das Bildnis Jesus am Kreuz mit Maria und dem Jünger Johannes und die beiden Spender: Dr. Georg Friedrich Wagner und seine Gattin Elisabeth Heider aus Lindau. Natürlich gab es noch viel mehr zu entdecken: Die große Empore mit der Walker-Orgel und den nahezu 6500 Orgelpfeifen oder der wunderbare Hochalter mit Stationen aus dem Leben Jesu. Auch die Frauenkirche – die Kirche der Bürger – bekam ein Geschenk zur Einweihung: Das Kreuz im Chorraum, gestiftet von König Karl und Königin Olga zur Einweihung im Jahr 1864. Frauenkirche deshalb, weil der Name von einer Kapelle kam, die dort stand: „Zu unserer lieben Frau“ – also der Gottesmutter Maria, die noch heute hoch oben über dem First der Kirche thront. Nach gut 90 Minuten endete die „Räuberteller-Tour“ vergnügt am Südportal der Stadtkirche im Sonnenschein mit Blick auf die Türme der Stadtkirche und den Speyrer Pfleghof im Hintergrund.

Eben „Von Ällem a Bissle – der Räuberteller!“