Foto: Bastian Greiner / BUND BW
Dieses Projekt, ursprünglich benannt “Stuttgart 21”, wurde vom BUND (und vielen anderen, am Nutzen der Bürgerschaft und der Bahn-Nutzenden ausgerichteten Verbänden) von Anfang an scharf kritisiert. Im Kern war es ja kein Bahn-Projekt, sondern ein städtebauliches Projekt unserer Landeshauptstadt, v.a. im Interesse der Immobilienwirtschaft. Aber die Bahn hat es nun allein an der Backe – und scheitert zusehends daran, die Suppe auszulöffeln.
Die Stuttgarter Stadtmitte: auf Jahrzehnte verunstaltet, die Bahnfahrenden: beim Umsteigen dauerhaft auf lange Wanderwege gezwungen – und für die Zukunft: höchst unsichere Perspektiven, insbesondere für den Regionalverkehr hier in Württemberg. Die anfänglich in Aussicht gestellte Möglichkeit, durch “Stuttgart 21” (und das umfangreiche und unfassbar teure Drumrum) irgendwann mal SEHR schnell von Paris nach Bratislava gelangen zu können, ist kein wirklicher Trost für diejenigen, die z.B. von Esslingen nach Freudenstadt fahren wollen.
Wir alle sollten wohl kritisch überdenken, ob immer extremerer “Hochgeschwindigkeitsverkehr”, in Verbindung mit kathedralenartigen Großstadtbahnhöfen – beides jeweils zig Milliarden schwer, sowohl im Bau wie auch im Betrieb! – wirklich im Interesse der breiten Bevölkerung ist.
Was nun speziell Stuttgart 21 angeht, so sagt Gerhard Pfeifer, Geschäftsführer BUND Region Stuttgart: „Hier kann es keinesfalls ein ‚Weiter so‘ geben. … Stattdessen würde ein “Kombibahnhof” zusätzliche Kapazitäten schaffen, Risiken reduzieren und den Bahnknoten Stuttgart insgesamt robuster machen. Andere europäische Bahnknoten wie Zürich und Leipzig zeigen, dass solche Lösungen funktionieren.”
Näheres dazu gerne über info@bund-esslingen.de!

