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Empört und betroffen waren alle nach dem Bericht eines 12-jährigen Schülers. Seit er denken kann, kämpft seine Mutter um eine größere Wohnung. Die Familie steht in der Notfallkartei der Stadt zusammen mit rund 350 weiteren Haushalten. Und es gibt 600 – 700 Haushalte mit Wohnberechtigungsschein, die aktiv auf Suche nach einer bezahlbaren Miet- bzw. Sozialwohnung sind. Gleichzeitig gibt es in Esslingen mindestens 500 – 700 oft Monate, oder Jahre leerstehende Wohnungen. Zu fordern ist, dass die Menschen von der Notfall-Liste sofort Wohnungen erhalten, anstatt dass diese leerstehen.
Unser letzter Haltepunkt war vor dem leerstehenden Roser-Areal, von wo aus man auf das ebenfalls leerstehende Nürk-Areal blicken kann, das dem reichsten Mann Deutschlands, Lidl-Besitzer Schwarz, gehört. Beide „Investoren“ planten Hunderte von Wohnungen. Der FÜR-Stadtrat Michael Zoller erläuterte dazu: „Viele Wohnbaupläne der Investoren in der Stadt liegen derzeit auf Eis. Wegen gestiegener Baukosten und Zinsen “lohnt” sich für die Investoren der Wohnungsbau nicht. Sie warten auf höhere Zuschüsse aus dem Staatssäckel.“ An Geld fehlt es diesen Herren nicht, aber sie wollen Höchstgewinn. Doch wieso ist Wohnen überhaupt abhängig von den Gewinnplänen von Milliardären?
Die Anträge von Gemeinderäten, den sozialen Wohnungsbau wieder aufzunehmen, wurden abgeschmettert: Es sei kein Geld da. Aber der Bund gibt Hunderte Milliarden für Rüstung und allein 320 Milliarden für Konzernzuschüsse in 2025 aus. Von wegen kein Geld da! Kommt zur DGB-Demo gegen das gesamte Kürzungsprogramm von Regierung und Konzernen am 26.9. 11.55 Uhr Stuttgart Schlossplatz. Keine Wohngeldkürzung! FÜR bezahlbaren, sozialen Wohnungsbau!

