Foto: ADFC
Bisher ist in den Esslinger Fussgängerzonen das Radfahren in Schrittgeschwindigkeit erlaubt.
Letzte Woche hat der Ausschuss für Bauen, Mobilität und Klima beschlossen, dass das Radfahren in den Fussgängerzonen eingeschränkt werden soll. Die Stadtverwaltung soll dafür Vorschläge machen.
Als ADFC finden wird sowas falsch und erklären gerne warum.
Wenn Radfahrer:innen zu schnell durch die Fussgängerzonen fahren und dadurch Fussgänger:innen erschrecken oder sogar touchieren, so finden wir das auch nicht gut, denn mit dem Rad ist man in den Fussgängerzonen zu Gast und muss sich entsprechend verhalten.
Aber die allermeisten Radler:innen fahren ja tatsächlich langsam und achten auf Fussgänger:innen.
Diejeningen, die sich nicht an Höchstgeschwindigkeiten halten, halten sich ebensowenig an Durchfahrverbote, das sagen jedenfalls Verkehrswissenschaftler:innen.
Der einzige Effekt eines Verbots wäre also, gesetzestreue und rücksichtsvolle Radfahrer:innen zu verdrängen.
Nehmen wir eine gesperrte Bahnhofstrasse als Beispiel, dann würde man Radfahrer.innen auf die Berliner Strasse verdrängen, aber da ist ja viel KfZ-Verkehr. Ein paar Unerschrockene würden dort fahren, andere würden das Radfahren bleiben lassen und ein Teil davon wird stattdessen mit dem Auto fahren. Unterm Strich bringt das ja nichts für die Verkehrssicherheit.
Genauso ist es bei der Küferstrasse, denn die Kiesstrasse ist ja wirklich keine sichere Alternative.
Auch ein Fahrraddurchfahrtsverbot für bestimmte Zeiten ist untauglich. Denn zu Ladenöffnungszeiten sind ja Leute mit dem Rad gute Kund:innen, die gerne vor Ort einkaufen.
Zuerst muss es sichere Alternativen geben. Damit werden solche Verbote sicher vollkommen unnötig.

