Foto: Marco Lichtenfeld
Elf Kanuten starteten im Mai eine erlebnisreiche Kanutour durch die Fränkische Schweiz. Bereits die ersten Tage waren hart: Kalte Morgenstunden mit Eisregen und häufige Schauer sorgten für Outdoor-Feeling. Trotzdem ließ sich niemand die Stimmung verderben.
18,4 Kilometer wurden auf der Pegnitz von Artelshofen nach Hersbruck gepaddelt. Enge und kurvenreiche Passagen verlangten Konzentration, umgestürzte Bäume mussten umfahren oder die Boote darüber gezogen werden. Belohnt wurden die Strapazen am Abend mit fränkischer Küche: “Das traditionelle Schäufele ist sehr lecker“, lautete das Urteil der Gruppe.
Das Naturschutzgebiet Wiesenttal bot eine eindrucksvolle Kulisse aus Felsen, Wäldern und grünen Talauen. Die Etappen auf der Wiesent von Doos bis Muggendorf über 15,2 Kilometer, sowie von Muggendorf bis Ebermannstadt über 8,6 Kilometer gehörten zu den landschaftlichen Höhepunkten.
Auch abseits des Wassers gab es viel zu entdecken. Besucht wurden die Riesenburg, eine eindrucksvolle Felsenversturzhöhle, sowie die Burg Rabeneck, die heute als Schlosshotel genutzt wird. Der Panoramaweg verlangte mit zahlreichen steilen Anstiege eine gute Kondition.
An Himmelfahrt paddelte man vom Campingplatz aus durch die historische Stadt Bamberg. Besonders sehenswert war das Alte Rathaus auf seiner künstlichen Insel. Für Spaß sorgten enge Kurven und die steile Fischtreppe. Zurück ging es gegen die Strömung auf Main-Donau-Kanal und Regnitz.
Die letzte Etappe führte zwölf Kilometer über die Regnitz bis zum Campingplatz. Wenig Wasser führte der alten Flussarm nach der Einsatzstelle Aisch. Trotz Regen, Kälte und anstrengender Passagen bleibt die Tour für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis.

