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Ostern ist mehr als ein Fest – es bedeutet geschenktes Leben. Auch im Pflegestift Esslingen‑Kennenburg wird dieses Leben täglich neu gelebt. Trotz altersbedingter Einschränkungen können die Bewohner:innen geistig und seelisch aufstehen und sich für ihr eigenes und anderes Leben interessieren.
Rund 40 Bewohner:innen folgten am 1. April der Einladung zu einer multimedialen Präsentation von Franz Schneider im Begegnungsraum. Der Titel „Dem Frühling folgen und Ostern verstehen“ weckte sofort Interesse. Zu Beginn zeigte Franz Schneider farbenfrohe Bilder zwischen Winter und Frühling, begleitet vom Lied „Nun will der Lenz uns grüßen“. Danach führte er auf eine Zeitreise, beginnend mit Lichtmess am 2. Februar, dem Start der zweiten Winterhälfte. Gleichzeitig sei dies bereits die Zeit der Fastnacht, die in die Fastenzeit übergeht, welche am Aschermittwoch beginnt. Neben vielen Masken der schwäbisch‑alemannischen Fasnet erläuterte Schneider deren kulturellen und seelischen Hintergrund. Die 40‑tägige Fastenzeit gehe auf Jesu Besinnungszeit in der Wüste zurück.
Weiter beschrieb er die Karwoche, beginnend mit dem Abendmahl, in dem menschliche Schwächen sichtbar werden – von Petrus’ unsicheren Treueschwüren bis zum Verrat des Judas, dem Materielles näher stand als das Geistig‑Seelische seines Meisters. Am Ende der Zeitreise untermalte „Morning has broken“ von Cat Stevens Bilder von Sonnenauf‑ und ‑untergängen. Ostern sei schließlich auch von heidnischen Frühlings‑ und Sonnenfesten abgeleitet. Ohne Sonne gebe es kein Leben, betonte Schneider zum Abschluss.

