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Friedensbündnis Esslingen

Ostermarsch 26 Kraftvoll für Völkerrecht

Foto: Sigrid Altherr-König

Zehntausende Menschen beteiligten sich bei über 120 Aktionen am Ostermarsch. Auch das Friedensbündnis Esslingen war mit Transparent und Helfern in Stuttgart dabei. Die Menschen auf den Straßen haben unmissverständlich klargemacht, dass wir eine zivile und soziale Zeitenwende brauchen. Die ständige Beschwörung der „Kriegstüchtigkeit“ und die immer weiter steigenden Rüstungsausgaben werden nicht hingenommen. Die Teilnehmer forderten die Bundesregierung auf, endlich konsequent auf Diplomatie und die Einhaltung des Völkerrechts zu setzen. Maike Schollenberger, Ver.di Landesbezirksleiterin, kritisierte: „Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen vollständigen Paradigmenwechsel der Außenpolitik vollzogen. Begonnen beim unerträglich langen Schweigen zu Gaza wurde Anfang 2026 die Kehrtwende um 180 Grad vollendet. Ohne jede Scham wurde nach dem völkerrechtswidrigen Angriff der USA auf Venezuela und der Entführung eines Staatschefs auf eine angeblich komplexe Rechtssituation verwiesen…“Und weiter: „Sofort stand er (Kanzler Merz) Gewehr bei Fuß und begrüßte die Ziele des Angriffs von Israel und den USA auf den Iran und Libanon. Seit wann…akzeptiert Deutschland völkerrechtswidrige Kriege?“ Auch zeigte sich ein Verjüngungsprozess durch die jugendliche Betroffenheit im Kampf gegen die drohende Wehrpflicht und fragwürdiger Zukunftsperspektiven angesichts bedrohlicher Entwicklungen beim Sozialabbau und beim Klimawandel.

Der Ostermarsch war für das Friedensbündnis Esslingen ein gelungener Auftakt für Widerstand gegen Aufrüstung und Krieg, gegen die Wehrpflicht am 8.Mai, gegen neue Mittelstreckenwaffen am 30.Mai in Wiesbaden und Grafenwöhr.