Foto: Sigrid Altherr-König
Am 3. Oktober ging in Stuttgart und Berlin die Friedensbewegung – unter ihnen auch das Friedensbündnis Esslingen mit einer pfiffigen Aktion – kraftvoll gegen aktuelle Kriege und drohende Eskalationen auf die Straße. Wie in den vergangenen Jahren wurde die Aktion von einem breiten Bündnis von über 300 Organisationen und Friedensgruppen getragen. Nach den Schulstreiks gegen die Wehrpflicht und dem Aktionstag der Gewerkschaften gegen den Angriff auf den Sozialstaat protestierten die Teilnehmer*innen gegen die weiter eskalierenden Kampfhandlungen im Ukrainekrieg, die aggressive Hochrüstung und die wachsende Gefahr eines großen, gar mit Atomwaffen geführten Kriegs in Europa. Die Kriege im Nahen und Mittleren Osten und die Demontage des Völkerrechts durch die westliche Unterstützung der US-amerikanischen und israelischen Aggressionen, waren ebenfalls Themen der Kundgebungen. Die Redner*innen wandten sich entschieden gegen die Pläne der Bundesregierung, die Bundeswehr durch hunderte zusätzliche Milliarden für Rüstung und Militär zur Führungsmacht in Europa machen zu wollen. Sie forderten Diplomatie statt Waffenlieferungen, Engagement für eine neue Friedensordnung, zurück zu den Zielsetzungen einer „gemeinsamen Sicherheit“. Auch die Mitverantwortung Deutschlands am israelischen Völkermord in Gaza wurde kritisiert. Viele junge Menschen wandten sich energisch gegen die drohende Wehrpflicht.
Mitglieder des Friedensbündnisses Esslingen zeigten auf, dass die Hochrüstung zu einem gewaltigen Sozialabbau führt. Sie wollen sich weiterhin der verantwortungslosen Konfrontationspolitik entgegenstellen und Alternativen aufzeigen.

