Foto: Fachbereich Judaistik, Universität Halle-Wittenberg
Was ist der Ursprung des Bösen? Woher stammt die menschliche Seele? Und welche Rolle spielt der Mensch im Prozess der Erlösung?
Mit diesen grundlegenden Fragen beschäftigt sich die jüdische Mystik – und kaum eine Strömung hat das jüdische Denken so nachhaltig geprägt wie die sogenannte lurianische Kabbala. Sie geht auf Rabbi Isaak Luria Aschkenasi (1534–1572) zurück, genannt Ari Hakadosch, der im galiläischen Safed eine religiöse Lehre entwickelte, die sich weltweit verbreitet hat und bis heute nachwirkt.
Der Vortrag gibt einen spannenden Einblick in zentrale Ideen der lurianischen Kabbala, die Bedeutung heiliger Namen, das messianische Potenzial dieser Tradition und den menschlichen Beitrag zu einer Heilung der Welt – Themen, die bis heute viele Menschen bewegen.
Referent des Abends ist Prof. Dr. Gerold Necker, außerplanmäßiger Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er studierte katholische Theologie und Judaistik in Tübingen, Köln, Berlin und Jerusalem und zählt zu den profilierten Kennern der jüdischen Mystik im deutschsprachigen Raum. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die verschiedenen Schulen der Kabbala in ihrer historischen Entwicklung, Beziehungen zwischen jüdischer und christlicher Mystik sowie das erzählerische Werk des israelischen Literatur-Nobelpreisträgers Samuel Josef Agnon.
Die Veranstaltung, zu der der Verein „Freunde Jüdischer Kultur Esslingen“ herzlich einlädt, findet am 17. Mai um 18.00 Uhr in der Esslinger Synagoge, im Heppächer 3, statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir bis zum 14.5. um eine verbindliche Anmeldung unter: vorstand2[at]freunde-juedischer-kultur-esslingen.de
Wir freuen uns auf ihren Besuch!

