Foto: Leo Hartmann
Nach dem diesjährigen Rekordsommer brauchen wir neben konsequentem Klimaschutz auch einen starken Hitzeschutz vor Ort, damit wir auch in Zukunft in Esslingen gut und gerne leben können.
Rund 65 Bürgerinnen und Bürger kamen am vergangenen Donnerstag zum Hitzeschutz-Spaziergang der Grünen Landtagsabgeordneten Andrea Lindlohr durch die Esslinger Innenstadt. Gemeinsam mit Raumplanerin Anja Folz und Stadtrat Ben Baecker ging es darum, wo Hitze besonders belastet und wie die Stadt auch an heißen Tagen lebenswert bleiben kann.
„Hitzeschutz ist Lebensqualität: Es geht darum, ob wir uns in uns in Esslingen auch an heißen Tagen gerne aufhalten und unsere Plätze nutzen können“, sagte Lindlohr. Das Land unterstütze die Städte und Gemeinden dabei mit konkreten Angeboten – etwa dem Programm KLIMOPASS und der Entsiegelungsprämie. An verschiedenen Stationen wurde deutlich: Bäume, entsiegelte Flächen und ein intelligenter Umgang mit Wasser können für Abkühlung sorgen. Wo Bäume nicht möglich sind, etwa aus Brandschutzgründen, können auch begrünte Fassaden oder Sonnensegel wirksam sein.
„Allein in der Esslinger Innenstadt sollen in den kommenden Jahren 250 zusätzliche Bäume für mehr Beschattung gepflanzt werden“, betonte Stadtrat Ben Baecker. Besonders im Blick seien Kinder, ältere Menschen und Vorerkrankte. „Hitzeschutz in Kitas, Schulen, Pflegeheimen und auf täglichen Wegen muss deshalb oberste Priorität haben.“
Für Lindlohr gehört Hitzeschutz mit konsequentem Klimaschutz zusammen: „Wir brauchen weiter politische Allianzen und die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger für Klimaschutz – auch in Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche, um unsere Lebensgrundlagen zu bewahren.“

