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Wenn man im gebührenfreien Studium Vitae (lebenslänglicher Lernprozess) mal die höheren Semester erreicht hat, sieht man genau die Dinge anders, die bisher unverrückbar schienen. Ich sag mal einen Satz, der Jahrzehnte gegolten hat und plötzlich keinen Sinn mehr macht: „Jung sein ist besser als alt“. Oder „groß ist besser als klein“. Dieses Motto “Big is beautiful” (Groß ist schön) lieben vor allem diejenigen, die Fülle und Größe in unserer Gesellschaft als Stärke zelebrieren.
Frage: Wie sieht es mit der Kunst aus? Frage Nr. 2: Welche Kunst? Bleiben wir mal bei der Musik, unserem ganz persönlichen Hobby! Frage Nr. 3: Welche Musik? Leichte oder schwere Musik? Ich weiß nicht, ob Sie´s gelesen haben: die GEMA, die ihr Leben lang zwischen sog. ernster und unterhaltsamer Musik unterschieden hat – wobei der Ernst für einen Komponisten mehr Geld gebracht hat als die Unterhaltung – sie hat Schluss gemacht mit schwer und leicht. Ganz im Ernst!
Endlich haben sie den großen Dirigenten und Komponisten Leonard Bernstein verstanden, der´s wissen musste, weil er doch einer der größten Musiker unserer Zeit war: “Für mich”, erklärte Bernstein, “gibt es nur gute und schlechte Musik” – eben gute und schlechte Schlager, gute und schlechte Sinfonien, gute und schlechte Opern. Und Mozart brachte es auf den Punkt: “Meine Musik”, sagte er, “ist für alle Leute.”
Wenn Sie im Oktober (am 10.10.) ins Konzert der Concordia Wäldenbronn gehen, werden Sie sich vielleicht an diese Sätze erinnern. Leicht, schwer, ernst, unterhaltsam – von allem ist etwas dabei in dem Programm, das unter dem Motto „Was uns bewegt“ um 17 Uhr in der Hohenkreuzkirche zu hören ist. Aber ganz gewiss keine schlechten Schlager!

