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SPD Esslingen

Kultur braucht Raum – auch in Fußgängerzonen

Foto: Nicole Schielberg

Mit großer Verwunderung haben wir erfahren, dass das Esslinger Ordnungsamt eine Regelung aus dem Jahr 2008, die bisher keine Anwendung fand, nun durchsetzen will. Demnach dürfen in den Esslinger Fußgängerzonen Kulturtreibende künftig keine Plakate mehr anbringen, um für ihre Veranstaltungen zu werben. Diesen in vielen Kreisen für Kopfschütteln sorgenden Sachverhalt hat die SPD-Gemeinderatsfraktion zum Anlass genommen, einen offenen Brief an Oberbürgermeister Matthias Klopfer und die lokale Presse zu senden. Ulrike Gräter, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Gemeinderatsfraktion wirbt für eine Korrektur der Vorschrift: „Kultur ist ein hohes Gut, das die Gesellschaft über alles Trennende hinweg eint und zusammenhält. Gerade in der aktuellen Zeit, welche durch vielfältige Krisen, Kriege und Katastrophen belastet ist, kommt der Kultur eine besondere Aufgabe zu. Sie lenkt ab von den Sorgen des Alltags, sie regt zu Diskussionen an und weitet den Blick. Deswegen muss uns als Stadtgesellschaft sehr daran gelegen sein, dass es wirkungsvolle Möglichkeiten gibt, über die Angebote gut zu informieren.“

 

Fraktionsvorsitzender Nicolas Fink appelliert an den OB: „Bitte setzen Sie bis zu einer Neufassung des Regelwerkes im Ausschuss und/oder Gemeinderat die Durchsetzung dieses Plakatierungsverbots aus. Sie verstärkt unnötig das von manchen Kreisen forcierte Misstrauen gegenüber der Verwaltung und führt bei den Kulturschaffenden zu Unverständnis. Lassen Sie diese stattdessen spüren, wie wichtig und wertgeschätzt sie sind – durch die Verwaltung und (hoffentlich) durch eine Mehrheit des Gemeinderates.“