Foto: Foto: Serge Hasenböhler. Courtesy the artist and Galerie Urs Meile.
Sonntag, 26. Juli, 15:00 Uhr
Künstlerin Julia Steiner und Kurator Sebastian Schmitt führen durch die Ausstellung „Raum halten – Holding Space“ und sprechen über die Vergänglichkeit in der Kunst.
Julia Steiner (*1982, Büren zum Hof, Schweiz) verbindet in ihrer künstlerischen Praxis Zeichnung, Video, Skulptur und Installation. Viele ihrer Arbeiten entstehen direkt vor Ort und reagieren sensibel auf Architektur und Atmosphäre des Ausstellungsraums. Im Zentrum stehen Prozesse des Vergehens und Verschwindens, Erinnerung, Präsenz und körperliche Wahrnehmung.
Die Ausstellung entfaltet sich als poetischer Parcours durch das Erdgeschoss der Villa Merkel. Materialien wie Glas, Keramik, Seide, Zellulose oder Messing werden zu empfindlichen Speichern von Zeit, Transformation und Erinnerung.
Steiners Arbeiten kreisen um fragile Zustände zwischen Sichtbarkeit und Abwesenheit. Wiederkehrende Motive wie Gefäße, Handschuhe oder membranartige Hüllen untersuchen das Verhältnis von Schutz und Verletzlichkeit, Nähe und Distanz. Wasser, Luft und natürliche Prozesse werden als flüchtige, kaum greifbare Zustände erfahrbar.
Der Begriff Holding Space stammt aus dem therapeutischen Kontext und beschreibt das Schaffen eines geschützten Raums, in dem Menschen sich ausdrücken können, ohne bewertet zu werden. Arbeiten wie holding space I + II greifen die Form der Handinnenfläche auf und verweisen auf Gemeinschaft, Fürsorge und Verbundenheit.
Diese Führung ersetzt die reguläre öffentlichen Führung, ist im Eintrittspreis inbegriffen und benötigt keine Anmeldung.

