Foto: Jochen Fuchs
Die Zweite konnte beim Heimspiel am vorletzten Spieltag der Kreisklasse gegen den SV Faurndau 1 den Klassenerhalt mit einem 5:3 sichern, wobei gleich drei (!) kampflos zugefallene Siegpunkte einen mehr als komfortablen Start bedeuteten. Sören Hader an Brett 3 nahm ein Remisangebot seines Gegners trotz leicht besserer, aktiverer Endspielstellung nach einigem Überlegen an, da der Punktevorsprung der Mannschaft dies nahelegte. Stefan Handl (6) besiegte seinen Gegner in einem Endspiel mit zwei starken verbundenen Freibauern, doch war das Endspiel zuvor nicht ohne taktische Fallstricke. An 5 hatte Matthias Giese erst eine Leichtfiguropfer-Attacke auf seine Rochadestellung abgewehrt und kam zu gutem Druckspiel mit seinen Schwerfiguren. Doch gelang es nicht den finalen Punch zu setzen. Nach Abtausch der Schwerfiguren verblieb er in einem letztlich nachteiligen Bauern-Endspiel mit verlorenem Freibauernwettlauf. Robert Schulz (4) hielt eine defensive geschlossene Stellung über’s Mittelspiel zusammen. Da sein Kontrahent kein Durchkommen fand, bot dieser entnervt Remis. Bei Jochen Fuchs (1) gab es wieder ein Beispiel verzerrter Wahrnehmung: er sah sein strategisches Konzept nicht aufgegangen und fühlte sich zunehmend unwohler in der suboptimalen Figurenaufstellung. Der Faurndauer verbesserte bei Raumvorteil seine Angriffsposition Zug um Zug und drohte verheerend einzubrechen. Angesichts dieser Drohkulisse und der deutlich gesunkenen Bedeutung des Partieausgangs, warf Fuchs das Handtuch. Eine nachherige Engine-Analyse erbrachte ironischerweise eine 0,00-Bewertung der Endstellung, also theoretisches absolutes Gleichgewicht.

