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Den Auftakt des Jubiläumskonzertes des MV Zell-Oberesslingen machte die Jugendkapelle im gut besuchten Vereinshaus. Unter der versierten Leitung ihres Dirigenten Josef Steuer bewiesen die jungen Musiker eindrucksvoll, dass Tradition und moderne Popkultur in der Blasmusik kein Widerspruch sind.
Schon mit dem ersten Stück setzte das Ensemble ein klares Statement. Mit dem Rock-Klassiker „Under Pressure“ (Queen/David Bowie) gelang ein fulminanter Einstieg. Die jungen Musiker, unterstützt durch das Stammorchester an Posaune und Saxophon, verstanden es glänzend, den Spannungsbogen und die Energie des Songs auf das Publikum zu übertragen.
Einen starken Kontrast bot „Les Dormantes“ der französischen Newcomerin Zaho de Sagazan. Die Musiker entfalteten einen dichten Klangteppich, der die melancholische Stimmung des Originals perfekt einfing. Die feinen Nuancen in der Dynamik zeigten das hohe Niveau der vereinsinternen Ausbildung – hier wurde mit Gefühl musiziert.
Mit dem unverwüstlichen „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens holte die Kapelle auch die letzten Zuhörer von den Sitzen. In einem schwungvollen Arrangement klang die Hommage an die 70er Jahre frisch und lebendig. Das Orchester glänzte durch ein präzises Zusammenspiel, das die lebensfrohe, sehnsüchtige Stimmung ideal transportierte.
Der anhaltende Applaus forderte eine Zugabe: Mit dem Sommerhit „In the Summertime“ von Mungo Jerry und spürbarer Freude am Musizieren endete ein abwechslungsreiches Programm. Es ist beeindruckend zu hören, wie es Josef Steuer immer wieder gelingt, junge Talente mit Spaß und Anspruch zu entwickeln.
Nächste Woche folgt Teil zwei des Jubiläumskonzerts mit dem Programm der Stammkapelle.

