Foto: Ulrike Rapp-Hirrlinger
34 Jahre lang hat Hilde Beck mit ihrem Team ehrenamtlich die Kleiderkammer für Geflüchtete und Asylbewerber in Esslingen organisiert – zu Beginn in der Flandernstraße, dann seit vielen Jahren in der Rennstraße im Keller der dortigen Flüchtlingsunterkunft. Diese Asylbewerberunterkunft wird jetzt vom Landkreis geschlossen. Die meisten Bewohnerinnen und Bewohner sind schon ausgezogen und mit ihnen übersiedeln die Büros der Verwaltung und der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die für die Sozialbetreuung zuständig ist, in andere Unterkünfte. „Nur für uns gibt es keinen Platz, die Kleiderkammer muss deshalb schließen“, bedauert Gründerin Hilde Beck. Kurz vor den Sommerferien hätten sie von der Schließung erfahren, da sei alles schon für den Herbst organisiert gewesen. „Ich fühlte mich schon überfahren, weil wir gar nicht einbezogen waren.“ Und doch sagt die 84-Jährige: „Es ist besser, aufzuhören, weil wir müssen und nicht, weil wir nicht mehr können.“ Mit viel Herzblut hat sich Beck über all die Jahre engagiert – immer getragen von ihrem christlichen Glauben und geleitet von Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.
Spenden werden keine mehr angenommen. Die verbliebene Ware wird an soziale Einrichtungen und den CVJM Nord weitergegeben.

