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Sie fühlen sich wie beim Offenen Singen. Kommen, Platz nehmen, Singen – mit oder ohne Noten. Und wenn´s dann richtig läuft und die Stimmen, die alle das Gleiche singen, immer mehrstimmiger werden, dann geht´s Ihnen vielleicht wie den Menschen auf dem Karussell. Nicht ganz so hoch und so luftig wie auf unserem Bild. Auch auf Ihre Tasche und Geldbörse müssen Sie nicht achten. Die fliegt nicht weg. Nur der Wind treibt Wolken und Regen vor sich her. Den Herbstkanon „Hejo, spann den Wagen an!“ kennen Sie vielleicht.
Pünktlich zum Start des Cannstatter Wasen lassen wir den lieben Wolfgang Amadeus Mozart heute musikalisch rasen. Der hatte bekanntlich eine lockere Zunge. Und den Wein liebte er nicht minder als das Bier. In seinem „Trinkkanon“ geht´s zu wie beim Volksfest: „Freunde, lasset uns beim Zechen wacker eine Lanze brechen! Es leb’ der Wein, die Liebste mein! Drauf leer’ sein Gläschen jeder aus. / Mit euch ist gar nichts anzufangen, da sitzt ihr still wie Hopfenstangen. Sie lebe hoch! So schreiet doch! / Seid ihr wie Stockfisch denn geworden stumm, seid ihr wie Stockfisch denn geworden stumm?
So schreit, so schreit, so schreit, ihr Esel, doch, seid nicht so dumm! Es leb’ die Liebe und der Wein! Was könnt’ auf Erden Schön’res sein? Vivat, vivat, vivat, sie lebe hoch!“
Das ist kein Lied mehr, das ist ein kleines musikalisches Theaterstück, das wir singen und vielleicht sogar spielen werden. Mal schauen, wie flexibel die Sängerinnen und Sänger des heutigen Kanonchors sind. Eines kann ich Ihnen versprechen: Da ist echt etwas los, wenn alle vier Stimmen „aufeinander lossingen“. Heute um 17 Uhr in der Mensa der Seewiesenschule, Seracher Straße 50. Ihr Wolfgang Layer

