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Die Linke Esslingen

Heimlich Kitagebühr erhöhen – nicht mit uns

In nicht-öffentlicher Vertrautheit verabredeten Grüne, SPD, Freie Wähler, CDU, FDP und die Verwaltung die Elternbeiträge für die Kita und für das Mittagessen kräftig zu erhöhen. Da das Mittagessen um fast 20% aufschlägt bedeutet gerade für die Familien der unteren Einkommensgruppen die Erhöhung insgesamt 10% und mehr. Weder mit der Erhöhung noch mit der Heimlichkeit zog DIE LINKE mit. Stadtrat Tobias Hardt beantragte die Absetzung des Tagesordnungspunktes in eine öffentliche Sitzung und begründetete Dies: „Wenn der Gemeinderat und der neue Oberbürgermeister jungen Familien noch tiefer in die Taschen greifen als bisher schon, sollen sie zumindest öffentlich dazu stehen.“ Für DIE LINKE ist eine Kita eine Bildungseinrichtung. Demnach muss sie auch für Eltern gebührenfrei werden, sowie in mittlerweile 13 Bundesländern und fünf Städten in Baden- Württemberg. Der Gesamtelternbeirat in Esslingen ermittelte in einer Umfrage unter den Eltern, dass mehr als 60% das genauso sehen. Markant ist dabei, dass sich die Elternentgelte im Prinzip zweimal erhöhen. Die Gebühren werden in Esslingen nach Einkommensgruppen gestaffelt eingezogen. In der jeweiligen Einkommensgruppe greift die Stadt jetzt deutlich mehr ab und sollten die Eltern durch eine Lohnerhöhung in die nächste Gruppe „aufsteigen“ zahlen sie nochmals mehr. Familien, die vor Jahren z.B. 50.000 E brutto im Jahr verdienten, hatten damals geringere Lebenshaltungskosten und eben deutlich geringere Elternbeiträge. Gerne argumentiert die Stadt mit mehr Leistungen, die sie den Eltern böte. Allerdings stellt sich das aufgrund des Fachkräftemangels von selbst in Frage. Der Hinweis, man läge noch immer unter der Landesempfehlung hinkt nach Ansicht der LINKEN. Das grün- Schwarz regierte Baden- Württemberg ist in Sachen Bildungsgerechtigkeit fast Schlusslicht.