Foto: Bernd Steiner
Die Datenschutzberatung Janthur und die Sicherheitsakademie Steiner sind die ersten gemeinwohl bilanzierten Unternehmen in Esslingen.
DieWendelstadt (W) sprach mit Bernd Steiner (BS).
W: Bernd, ist Gemeinwohlorientierung messen?
BS: Ja. Hierzu wurde ein Bilanzierungsverfahren erarbeitet, dass sich aus vier Gemeinwohl-Werten (Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, Ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung) und fünf Berührungsgruppen (Lieferant*innen, Eigentumsstrukturen, Mitarbeitende, Kund*innen/Mitunternehmen, Gesellschaftliches Umfeld) zusammensetzt.
W: Wir leben in einem profitorientierten Wirtschaftssystem, ist das kein Widerspruch?
BS: Klar, das ist es. Aber es gibt sehr viel Spielraum. Ich möchte meine ethischen Maßstäbe nicht hinter wirtschaftlichen Zwängen verstecken.
W: Was heißt das für dich konkret?
BS: Ein Beispiel: Vor Jahren hatte ich eine Anfrage, eine AfD-Veranstaltung zu schützen. Habe ich nicht gemacht. Das wäre nicht im Einklang mit den Gemeinwohl-Werten.
W: Warum kann es für Firmen interessant sein, sich mit GWÖ zu beschäftigen?
BS: Vielen Menschen ist es wichtig, in einem guten Umfeld gemeinwohlorientiert zu arbeiten.
W: Das heißt, sie wollen für das Gemeinwohl wirken? Das sind gute Nachrichten.
BS: Das finde ich auch.

