Foto: Filmverleih
Am Donnerstag, 5. November, zeigen Omas gegen Rechts in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Kino um 19 Uhr den Film „Im Osten was Neues“. Im Anschluss an die Vorführung spricht der Esslinger Journalist Theo Rombach mit der Regisseurin Loraine Blumenthal über ihren preisgekrönten Dokumentarfilm. Der Film lief 2025 auf dem DOK.fest München und erhielt den WIR Vielfaltspreis in Mecklenburg-Vorpommern. Er „zeigt eindrucksvoll, dass gelebte Vielfalt kein Idealbild, sondern möglich ist – mit Rückschlägen, mit Mut und mit dem Willen zur Veränderung. Er ist ein starkes filmisches Plädoyer für Wandel, Verantwortung und Gemeinschaft“, urteilt die Jury in ihrer Begründung.
Thomas Eichstätt, von allen “Eichi” genannt, war in seiner Vergangenheit als einschlägig bekennender Rechtsradikaler in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs. Heute trainiert er ehrenamtlich in der Kleinstadt Torgelow die Fußballmannschaft FC Pio. Viele der jungen Spieler*innen sind aus ihren Heimatländern geflohen und kämpfen mit Jobsuche, Akzeptanz und ihrer Fluchtgeschichte. “Eichi” ist eine Art Vaterfigur und er übernimmt Verantwortung. Für ihn selbst bleibt nicht viel, die Kommune Torgelow hat leider keine Mittel, um seine wertvolle Arbeit zu entlohnen. Vom Saulus zum Paulus? Loraine Blumenthal beobachtet mit der Kamera empathisch, ohne Kommentar und Erläuterung. Ein bewegendes Zeugnis, das zeigt, was es heißt, den Menschen als Mensch zu sehen, Brücken zu bauen und im Leben neu anzukommen.

