Foto: Sven Kobbelt
Das Thema städtischer Haushalt bewegt die Bürgerschaft in Esslingen. Rena Farquhar fasst die Vorschläge der Stadtverwaltung zur Konsolidierung als „unzureichend und phantasielos“ zusammen. Deutliche Worte der Vorsitzenden der FDP/Volt-Gemeinderatsfraktion zu Beginn des Diskussionsabends zum Thema Gewerbesteuer am 25. Juni. FDP und Volt lehnen die Erhöhung der Gewerbesteuer in Esslingen ab, denn die Stadt kann sich nur dann positiv entwickeln, wenn es den Betrieben gut geht. Diese Meinung findet Zuspruch, wie der rege Austausch an diesem Abend einmal mehr unterstrich.
Den Anwesenden ging es dabei darum, aus Kritik an den Plänen der Stadtverwaltung konstruktive Lösungen zu entwickeln. Deshalb war es Farquhar nach ihrem einführenden Impuls zur aktuellen Situation besonders wichtig, die Diskussion zu öffnen. Die Leitfragen waren dabei, wie Esslingen sich in den kommenden 10 Jahren entwickeln solle und welche Maßnahmen dafür geeinigt seien. Nach Meinung der Anwesenden lebt eine gesunde Stadtentwicklung nicht von großen Konzepten, sondern vom Vertrauen in den Gestaltungswillen der Stadtbevölkerung und Gewerbetreibenden. Ein einseitiger Fokus auf die Erhöhung von Gewerbesteuern ohne infrastrukturelle Gegenleistungen sei nichts, wofür es sich in Esslingen zu wirtschaften lohne, wurde in den Redebeiträgen betont. Mit der Steuerzahlung sei auch eine Erwartungshaltung verbunden, die derzeit nicht eingelöst werde. Der Trend in Esslingen zeige nach unten – um attraktiv zu bleiben, müsse eine neue Dynamik her und statt einer Steuererhöhung solle eher über eine Initiative zur besseren Positionierung des Standortes nachgedacht werden, so die Forderung aus dem Kreis der Diskutierenden.

