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Esslingen plant Kita-Schließungen trotz Platznot

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Elternbeirat Kindergarten Sulzgrieserstr. 124

Kahlschlag statt Zukunft. Die geplante Schließung von fünf kleinen Kindergärten in Sulzgries, Berkheim, Serach und Sirnau sorgt bei vielen Familien für große Verunsicherung. Die endgültige Entscheidung soll Ende Juli im Gemeinderat fallen.

Besonders in Sulzgries litten Eltern jahrelang unter massivem Platzmangel. Familien warteten teils fast ein Jahr auf einen Betreuungsplatz. Gerade jetzt, wo sich die Lage langsam entspannt, sollen funktionierende Einrichtungen geschlossen werden. Für viele Kinder würde das erneut einen belastenden Wechsel bedeuten: vertraute Gruppen, Freundschaften und wichtige Bezugspersonen gingen verloren.

Zusätzlich kritisieren Eltern die mangelnde Kommunikation seitens der Stadtverwaltung. Viele Betroffene fühlen sich mit ihren Sorgen nicht ernst genommen. Statt echter Gespräche erlebten sie vor allem bürokratische Distanz und fehlende Offenheit.

Die Eltern betonen besonders den Wert kleiner, eingruppiger Einrichtungen. Diese bieten Kindern Sicherheit, individuelle Förderung und enge Bindungen zu den Erzieherinnen und Erziehern – gerade nach langen Wartezeiten ein wichtiger Stabilitätsfaktor.

Wie wichtig die Einrichtungen sind, zeigt das Beispiel Sulzgries: Dort wurden im vergangenen Herbst zwölf neue Kinder erfolgreich eingewöhnt, mehrere davon ohne Deutschkenntnisse. Durch intensive Sprachförderung, Morgenkreise und Projekte wie eine ehrenamtliche „Leseoma“ konnten in kurzer Zeit große Fortschritte erzielt werden.

Für die Eltern ist klar: Die geplanten Schließungen gefährden nicht nur Betreuungsplätze, sondern auch funktionierende soziale und pädagogische Strukturen in den Stadtteilen.