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Esslingen treibt es an die Spitze! Und ausnahmsweise nicht auf die Doppelspitze des vieldiskutierten gehörnten Kostverächters. Der Spitzenplatz wird nicht durch das Denkmal des aktuellen OB erreicht, sondern durch das Denkmal, das sich der Alt-OB in die Stadt gesetzt hat. Oder besser: auf den Gehweg. Den Straßenrand. Die Böschung. Neue Metallpfosten sprießen aus dem Boden und ebnen den Weg in die Zukunft. Mit aller Kraft hatte sich Alt-OB Zieger für den Ausbau der Ob-Busse stark gemacht und dabei nicht weniger als das Weltklima gerettet.
Dass zum Zeitpunkt der Entscheidung Batteriebusse längst den Siegeszug angetreten haben? Eine Petitesse, die Esslingen auf dem Weg zur Spitze nicht aufhält. Eine Pleite des Herstellers der Zukunftstechnologie O-Bus? Auch das: nebensächlich. Da haben nur einige die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Busse und Leitungen kommen. Zu behaupten, dass Esslingen damit sehr einsam an der Spitze wird, wäre Eulen nach Athen zu tragen. Apropos Athen: auch dort nur alte Griechen, die just ihren O-Bus abschafften.
Schützenhilfe auf dem Weg zur Spitze bekommt Esslingen nun aus Solingen. Dort stand der O-Bus auf Messers Schneide und die Entscheidung ist gegen den Zukunftsbus gefallen. Seitdem hat Esslingen ein Alleinstellungsmerkmal. In Zukunft wird eine sehr teure Technik sehr alleine betreiben, was die Kosten für Wartung, Ersatzteile und -beschaffung ebenfalls auf die Spitze treibt. Spitze!
In Stuttgart sind übrigens seit wenigen Wochen zwei batteriebetriebene Löschfahrzeuge im Einsatz. Der Logik folgend, dürfte das Oberleitungsnetz in Esslingen damit in wenigen Jahren auch vom ersten O-Löschfahrzeug genutzt werden. Einsame Spitze – diesmal weltweit.

