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Erinnerung an Hiroshimatag

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In einer Zeit der politischen Deals, die mehr nach Geschachere klingen, als nach überlegter Politik mit Augenmaß, scheinen Militarismus und Kriegsirrsinn zum Alltag zu werden. Irgendwann „dealt“ man mit Atomwaffen, siehe nun am Beispiel Saudi-Arabien. Das Friedensbündnis Esslingen und die Friedensbewegung weltweit erinnern an die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945. Letztes Jahr wurde eine Präsentation in der Maille gemacht, die ausgeliehen werden kann.

Die Folgen der Abwürfe waren unvorstellbar, auch heute noch leiden Menschen darunter, ebenso wie unter den Folgen der zahllosen Atomwaffentests. In Bohrkernen, entnommen dem heute schmelzenden Gletschereis, finden sich die Spuren der weltweiten radioaktiven Fallouts. Ein Einsatz von Nuklear – und Thermonuklearwaffen wäre aufgrund viel größerer Zerstörungskraft das Ende für die Menschheit, auch angesichts des nuklearen Winters. Das Ausprobieren der Möglichkeiten unterhalb der nuklearen Schwelle eskaliert den Einsatz.

Abrüstungsverträge wurden gekündigt und nun wird auch mit der Wiederaufnahme von Atomwaffentests gedroht. Hiroshima und Nagasaki mahnen: Mensch, du bist an deinen Grenzen! 

Liebe LeserInnen: Bitte werden Sie unbequem, fragen Sie nach, geben Sie sich nicht zufrieden mit Ausflüchten! Setzen Sie sich ein, dass der Atomwaffenverbotsvertrag von Deutschland unterzeichnet wird!

Glauben Sie nicht, dass ein Gesundheitswesen in der Lage wäre, die Folgen eines Atomwaffeneinsatzes zu beherrschen. Das wäre selbst bei einem konven-tionellen Krieg nicht machbar! Die ÄrztInnen zur Verhütung eines Atomkriegs warnten schon 1982: „Wir werden euch nicht helfen können!“