Foto: Thomas Lebek
Wir gehen neue Wege – zweite Etappe
Am Ostermontag machten sich an die 30 Esslinger Christinnen und Christen zum Emmaus-Gang auf. Der Brauch erinnert an den Weg zweier Jünger nach Ostern, von Jerusalem in das Dorf Emmaus. Kein unbeschwerter Spaziergang für die Jünger, denn der erhoffte Erlöser war am Kreuz gestorben. Ein dritter Wanderer gesellte sich zu ihnen und tröstete sie. Erst am Ziel erkannten sie, dass der auferstandene Jesus sie begleitet und ihnen neuen Mut geschenkt hatte.
Schritt für Schritt näherten sich die beiden Jünger Jesus an. Und Schritt für Schritt machten auch wir Emmaus-Wanderer uns auf den Weg. Er führte uns von St. Albertus bis zur Heiligsten Dreifaltigkeit. Unser Ziel: uns gemeinsam auf das österliche Wunder zu besinnen. An zwei Stationen sammelten wir uns zu spirituellen Impulsen. Beim Miteinander-Gehen entwickelten sich die Gespräche von alleine. In Zell angekommen, stärkten wir uns mit feinem Gebäck und feierten gemeinsam Eucharistie.
Der Emmaus-Gang nach Zell war die zweite Etappe unseres Projekts „Wir gehen neue Wege“. Die erste führte uns von St. Josef nach St. Albertus. Indem wir von Kirche zu Kirche spazieren, möchten wir Begegnungen über Gemeindegrenzen hinaus anregen. Miteinander gehen, Umwege und Lebenswege teilen: Das wollen wir als Begegnungskirche möglich machen. Und Jesus geht unsere Wege mit – auch wenn wir ihn nicht immer erkennen.

