Foto: Bildquelle: Team Öffentlichkeitsarbeit
Wenn man den Ebershaldenfriedhof betritt, staunt man nicht schlecht. Über mehrere Terrassen führt der Weg hinauf zum zentralen Friedhofsgebäude mit Aussegnungshalle und der Friedhofsverwaltung. Aber das war nicht immer so. Am Ende des 18. Jahrhunderts befanden sich alle Friedhöfe noch innerhalb der Stadtmauern – um die Stadtkirche St. Dionys, an der Agnesbrücke oder am St. Klara-Kloster in der Obertorvorstadt.
Der erste Begräbnisort außerhalb Esslingens wurde 1808 vor dem Schelztor angelegt. Nach und nach wurden jedoch die „Kirchhöfe“ aus hygienischen Gründen oder schlicht aus Platzmangel geschlossen und damit musste ein neuer Friedhof gesucht werden. 1836 wurden in den Ebershaldengärten mit den Arbeiten begonnen und das Gelände geebnet. Die Eröffnung erfolgte 1843, die erste Bestattung war am 02.04.1844. Im Jahre 1869 ist der noch heute vorhandene israelische Gräberfeld eingerichtet worden. Bis dahin diente der jüdischen Gemeinde der kleine Friedhof vor dem Beutautor. Er ist heute nur im Rahmen von Führungen zugänglich. 1902 konnte die neue Bestattungshalle auf dem Ebershaldenfriedhof eingeweiht werden und 1913 wurde neben der Feierhalle das Krematorium angelegt.
Die verschiedenen Erweiterungen des Ebershaldenfriedhofs erfolgten um 1930 und nach dem 2. Weltkrieg. Damit spiegeln auch die Grabmäler die Geschichte der Friedhofskultur jener Zeit wieder. Peter Dietl, zeigt den Mitgliedern der Freien Wähler bei der Führung einzelne ausgewählte Grabmäler und erläuterte auch kurz die jeweiligen Lebenswege. Ob das 1. Grab auf dem Friedhof oder die Familiengräber bekannter Familien – eine eindrucksvolle Zeitreise und ein herzliches Dankeschön für diese Einblicke.

