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Förderverein Münster St. Paul

Dominikaner als Baumeister

Foto: Team Themenspaziergänge

25 Interessierte waren am 19. April zum Themenspaziergang in das Münster St. Paul gekommen. Thomas Jüttner forderte sie gleich zu Beginn auf eine Zeitreise um 758 Jahre zu unternehmen um sich das Jahr 2784 vorzustellen. Was werden die Kinder in jener fernen Zukunft über unsere Zeit lernen? Dann die Reise um die gleichen 758 Jahre zurück in das Jahr 1268, das Jahr als diese Kirche geweiht wurde. Was haben die Menschen damals über die Zukunft gedacht? Konnten sie sich die Geschicke der Kirche ausmalen? Wir sind froh um die glückliche Fügung, die diese Kirche erhalten hat. Fast unbeschädigt erhalten, anders als andere Kirchen und Gebäude aus dem Mittelalter.

Rundgang durch den ehemaligen Kreuzgang des Kloster der Dominikaner. Reste der damaligen Klausurgebäude, die heute die Waisenhofschule beherbergen. Waisenhof, da nach der Auflösung des Klosters hier das Waisenhaus eingerichtet war. Zum Nordportal, dem einstigen Hauptportal. In die Kirche. Wir lernen den Bautypus Basilika kennen und die Zahlen und Proportionen in diesem Typ. Wir erfahren über die Bauregeln der Bettelorden, dass keine Wölbung im Laienraum erlaubt ist; aber die Kirche ist doch gewölbt? Dass ein Lettner die Kirche in zwei Teile trennte; aber wo ist dieser denn? Wir erfahren die wechselvolle Geschichte der Kirche und des Klosters. Die ersten 300 Jahre, bis zur Reformation Klosterkirche. Die nächsten 100 Jahre verlassen und dem Verfall preisgegeben. Dann 1664 als evangelische neue Kirche bis zur Profanierung 1804 genutzt und sogar zweimal zum Abriss ausgeschrieben. Glücklich gerettet durch die Wirtshaus Besucher und seit 1864 wieder katholisches Gotteshaus.

Vielen Dank für diese informative Stunde zum Münster!