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Bereits In den vergangenen Jahren haben die CDU-Fraktion im Esslinger Gemeinderat zahlreiche Rückmeldungen aus der Bürgerschaft zur Situation in den Salucci Höfen und dem umliegenden Quartier erreicht. Die geschilderten Probleme betreffen dabei wiederkehrend das Zusammenleben im Quartier, die Nutzung öffentlicher und halböffentlicher Räume sowie Fragen von Ordnung, Sauberkeit und Lärmbelastung.
Dazu hat die CDU-Fraktion nach Gesprächen mit Betroffenen folgenden Antrag gestellt:
Die Stadtverwaltung soll über die aktuelle Situation im Bereich der Salucci Höfe sowie im Umfeld des Neckar Centers berichten und darlegen,
1. wie sie die Entwicklung der Wohn- und Aufenthaltsqualität in den vergangenen Jahren bewertet,
2. welche konkreten Maßnahmen bislang ergriffen wurden und mit welchem Ergebnis,
3. ob die Verwaltung die bestehenden Probleme mit den vorhandenen Instrumenten als lösbar einschätzt oder ob sie sich in Teilen als handlungsunfähig sieht,
4. welche zusätzlichen Maßnahmen kurzfristig und mittelfristig vorgesehen sind – insbesondere auch unter Einbeziehung des Quartiersmanagements sowie weiterer ordnungs-, sozial- und städtebaulicher Ansätze,
5. wie viele polizeiliche Sachverhalte (insbesondere strafrechtliche Ermittlungen, Maßnahmen der Gefahrenabwehr sowie Ordnungswidrigkeiten) im Zeitraum 2021–2026 im betreffenden Gebiet erfasst wurden.
Aus der Bürgerschaft wird berichtet, dass sich das Erscheinungsbild des Quartiers zunehmend verschlechtert hat. Genannt werden unter anderem Vermüllung, liegengebliebene Essensreste mit entsprechenden hygienischen Folgen (bis hin zu Schädlingsbefall), beschädigte Beleuchtung sowie die Zweckentfremdung von Außenflächen zur Lagerung von Gegenständen, etwa auch durch das Reinigen und Trocknen von Teppichen und weitern Gegenständen im öffentlichen Raum, zum Beispiel auf Bänken und an Bäumen. Zudem wird berichtet, dass sowohl öffentliche als auch private Flächen, letztere als frei zugängliche Aufenthaltsorte, genutzt werden. Nach Schilderungen von Anwohnern kommt es dabei wiederholt zu größeren Ansammlungen von bis zu 100 Personen – teils auch aus dem weiteren Umfeld der Region –, was mit erhöhter Lärmbelastung und zusätzlicher Vermüllung einhergeht.
Besonders kritisch ist dabei, dass trotz wiederholter Hinweise aus der Bürgerschaft bislang keine nachhaltige Verbesserung erkennbar ist. Dies wirft die Frage auf, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichend sind oder ob zusätzliche, auch strukturelle Ansätze erforderlich sind.

