Foto: ADFC
Menschen mit Handicap wollen Radfahren! Das hat sich für den ADFC Baden-Württemberg auf der Spezialradmesse SPEZI in Freiburg am vorvergangenen Wochenende eindrucksvoll bestätigt. Der Wunsch nach Radmobilität ist groß – doch im Alltag bleibt das Fahrrad für viele Menschen mit Behinderungen schwer nutzbar. Mit dem Projekt „Barrierefrei mit dem Rad unterwegs – Radmobilität für Menschen mit Behinderungen am Beispiel Baden-Württemberg“ will der ADFC den Zugang zum Radverkehr verbessern und damit eigenständige Mobilität sowie gesellschaftliche Teilhabe stärken.
„Die SPEZI hat uns deutlich gezeigt, dass das Interesse und der Bedarf für barrierefreies Radfahren da sind. Jetzt müssen Infrastruktur und Angebote endlich so gestaltet werden, dass wirklich alle Menschen Rad fahren können“, betont Matthias Zimmermann, Vorsitzender des ADFC Baden-Württemberg.
Denn obwohl das Fahrrad als integratives Verkehrsmittel gilt, scheitert die Nutzung nicht nur an der oft schwierigen Finanzierung von Spezialrädern, sondern auch an fehlender barrierefreier Infrastruktur und unzureichenden Informationen zur Nutzbarkeit bestehender Wege. Die technischen Möglichkeiten sind vielfältig: Für nahezu jede Mobilitätseinschränkung gibt es passende Fahrradlösungen – auch das wurde auf der Messe deutlich. Ihr Potenzial bleibt jedoch weitgehend ungenutzt, solange Infrastruktur, Planung und digitale Routenangebote nicht konsequent an die Bedürfnisse von Menschen mit Handicap angepasst werden.
Hier setzt das noch junge Projekt an. Ziel ist es, den Zugang zum Radverkehr zu verbessern und damit eigenständige Mobilität sowie gesellschaftliche Teilhabe zu stärken.
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V. (ADFC)

