Foto: Förederverein Pliensauvorstadt e.V.
Der Förderverein Pliensauvorstadt veranstaltet mehrmals im Jahr Stadtteilspaziergänge zu interessanten Einrichtungen im Stadtteil. Am 24. Juli war die Villa Merkel das Ziel. Trotz hochsommerlicher Temperaturen sammelten sich viele interessierte Menschen beim Bürgerhaus, um über die Brücke zum MERKELPARK zu gehen.
Dort führte uns FRAU KNOOP zunächst durch den Park mit uraltem Baumbestand, erzählte vom Gärtner- und dem Bahnwärterhaus. Anhand alter Fotos erahnen wir die einstige Schönheit des Parks mit Schwimmbecken. Zum Gärtnerhaus gehörte ein großer Nutzgarten. Und das Bahnwärterhäuschen bewohnten 3 Bahn-Familien. Das kleine Wasserkraftwerk (noch erhalten) diente nicht nur der Wollspinnerei der Fa Merkel, sondern auch dem einstigen industriellen Anwesen der Fa Deffner.
Der Gründer, Johannes Merkel, zog 1830 aus Ravensburg hierher, weil der Standort ihm Wasser, Straße und Bahn bot.
Die Villa Merkel im Neo-Renaissance-Stil gilt als erster Betonbau seiner Zeit. Faszinierend ist die hohe Lichtdurchlässigkeit der Räume, die das Außen ins Innere holt. Der Lichthof im Erdgeschoß diente zur Repräsentation. Und öffnet das Innere zu der umlaufenden Galerie im ersten Geschoß, einst waren dort wohl die Büroräume. Heute bieten diese wunderbar hohen lichten Räume die Basis für wechselnde Kunst.
Die drei ausstellenden Künstler präsentieren sich mit natürlichen Baustoffen Holz, Stoff, Stroh, Lehm, Ton. Und lassen sich gegenseitig alle Freiheit der Umsetzung. Ihr Zusammenspiel ist beeindruckend.
Diese tolle lebendige Führung Frau KNOOPs bot noch viel Gesprächsstoff beim späteren Zusammensitzen im „5 bis 9“.
Der nächste Stadteilspaziergang wird im November zur Elisabeth-Selbert-Schule führen.

