Foto: Omas gegen Rechts Esslingen
„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten […]“ (GG Artikel 5 Absatz 1).
Und dennoch haben Menschen das Gefühl, ihre Meinung nicht kundtun zu können, zensiert zu werden oder „nicht gehört zu werden”.
Von einer gespaltenen Gesellschaft ist die Rede. Eine „mit denen Reden wir nicht”-Haltung ist keine Haltung, die hilft Spaltung zu überwinden.
Nun greifen die „Omas gegen Rechts” zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek wird vom 5.5 bis zum 8.5. in der Stadtbibliothek ein Meinungskubus aufgestellt. Vielleicht ist er eckig, weil nicht alles rund sein muss, was man da meinen darf.
Es wird die Gelegenheit geben mit Menschen zu diskutieren (Omas gegen Rechts) oder schriftlich seine Meinung zu hinterlassen, egal zu was.
Die hinterlassenen Meinungen werden in eine Vernissage einfließen.
So ein Würfel hat ja bekanntlich sechs Seiten:
Eine Meinung bilden, Meinung von Fakten unterscheiden. Meinung äußern. Meinung hinterfragen. Nur Fragen.
Heidi Großmann von den „Omas gegen Rechts”: „Wir wollen mehr in Kontakt untereinander kommen und konstruktiv streiten lernen.”
Jeder ist willkommen, betonen die Omas, sie möchten uns mit „radikaler Höflichkeit” begegnen. Das macht neugierig!

