Foto: BÜK
Eine junge Frau hat im Internet beklagt, dass unsere Stadtbücherei montags nicht geöffnet ist. Esslingen sei “die toteste Stadt”. Zu ihrer Kritik gab es im Internet tausendfach Zustimmung. Man muss dieses Urteil über Esslingen nicht teilen – interessant ist aber, wie die Stadt reagiert. Kulturamtsleiterin Alexa Heyder: “Hintergrund sind die insgesamt sehr personalintensiven Öffnungszeiten: Um an den übrigen Tagen ein breites und verlässliches Angebot sicherzustellen, reichen die personellen Ressourcen nicht aus, um zusätzlich montags zu öffnen”.
Damit ist die heutige Bücherei im Pfleghof mit zwei Etagen gemeint. Sollte die Bücherei ins Kögel-Haus umziehen, wird sich das Personalproblem weiter verschärfen. Dort sind vier statt derzeit zwei Etagen zu bespielen. “Eine Aufstockung des Teams ist momentan in keiner Variante geplant”, schreibt die Stadt. Stattdessen denkt sie an sogenannte “Open-Library-Konzepte”, möglichst ohne Personal. Kundenfreundlichkeit, gute Beratung? Ade und passé. Die Stuttgarter Bibliothek sei weder gemütlich noch ruhig, so die junge Frau. In einem ruhigen Lernhaus in der Heugasse 11 würde sie sich viel wohler fühlen.

