Foto: Gabriela Schoppe
Wir (Wandelstadt W) sprachen mit Frau Schoppe (Sch), Sprecherin der Sprachgruppe West.
W: Sie haben ein neues Angebot, den Sprachtreff. Um was geht es?
Sch: Jeder, der schon mal eine Fremdsprache gelernt hat weiß, die große Hürde ist das Sprechen. Da setzt unser Angebot an. Wir wollen die Menschen zum Sprechen bringen.
W: Wie gehen Sie dabei vor?
Sch: Die Teilnehmer wechseln zu verschiedenen Tischen, dort wird über bestimmte Themen gesprochen, zum Beispiel Hobbys oder jetzt zum Jahreswechsel gute Vorsätze.
W: Wie schaffen Sie es, die Sprech-Hürden zu überwinden?
Sch: Die Teilnehmer sind ja hochmotiviert. Wir nutzen verschiedene Methoden, Karten mit Satzanfängen oder auch spielerische Sachen. Unsere Ehrenamtlichen sind sehr kreativ.
Wichtig ist, wir korrigieren nicht, oder kaum. Die Angst vor Fehlern wäre dabei hinderlich.
W: Wie sind Sie selbst zu Ihrem Engagement gekommen?
Sch: Als der Ukraine Krieg begann, wollte ich bei der Flüchtlingsarbeit helfen, schließlich führten mich Kontakte der Stadt zur Sprachgruppe. Es sind tolle Menschen dort. Einer der Gründer Gerhard Rais ist leider letztes Jahr verstorben, er ist oft die Extrameile gegangen und hat die Teilnehmer richtiggehend begleitet.
W: Wer sind denn die Teilnehmer?
Sch: Hauptsächlich Geflüchtete, aber nicht nur. Menschen, die aus verschiedenen Gründen herkommen.
W: Was wünschen Sie sich?
Sch: Wir suchen Ehrenamtliche, die einsteigen möchten. Wir treffen uns Montags. Man sollte Deutsch auf Muttersprachenniveau sprechen und kommunikativ sein.

