Foto: DENK-ZEICHEN e.V. „Verletzungswürde“, Karin Siegel.
Der Esslinger Verein DENK-ZEICHEN hat unter anderem durch die Verlegung von Stolpersteinen in unserer Stadt sichtbar gemacht, welche Lücken die Nazis in unsere Gemeinschaft geschlagen haben.
Der Verein schreibt über sich:
“Schon seit 1994 ist unser Ziel die Aufarbeitung der lokalen Geschichte unserer Stadt – insbesondere in der Zeit des Nationalsozialismus – und die Förderung einer aktiven Erinnerungskultur. Dazu gehört das Schaffen und Pflegen von Gedenkstätten, wie durch die Stolperstein-Initiative, sowie die Organisation von Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Opfer und Geschichten dieser Zeit.”
Sie nennen sich selber: “DENK-ZEICHEN e. V. – Gedenkverein in Esslingen”. Da steckt viel “Denken” drin.
Ein guter Ansatz.
Am 27. Januar wird nun in der Stadtkirche St. Dionys wird nun unter dem Titel
“Abgeurteilt und einer möglichen Elternschaft beraubt” derer gedacht, die ab 1933 im Rahmen des so genannten Erbgesundheitsgesetzes zwangssterilisiert wurden.
Auch im Esslinger Krankenhaus sterilisierten Chirurgen mehr als 200 Männer und Frauen. Zudem wurde eine Zwangsabtreibung durchgeführt. Wer wurde Opfer und warum? Wie versuchten sich manche zur Wehr zu setzen? Wann und warum bekamen sie erst sehr spät
Entschädigung? Es spricht Dr. Gudrun Silberzahn-Jandt.

