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Bücherei-Unterstützungskreis

Kögel enger als geplant

Foto: Privat

Viele sind vor Weihnachten durch das frühere Modehaus Kögel gegangen und konnten sich einen Eindruck verschaffen, ob sich das Gebäude besser für eine Stadtbücherei eignen würde als der beliebte Bebenhäuser Pfleghof. Der Sonderverkauf im Kögel hat gezeigt, dass Einzelhandel der Innenstadt genau an dieser Stelle guttut. Beim Einkaufsbummel konnte man außerdem nachschauen, ob die großen Versprechungen des Oberbürgermeisters und seiner Unterstützer im Gemeinderat für eine neue Bücherei im Kögel berechtigt sind.

Gelegenheit, das Gebäude auf sich wirken zu lassen, gab es schon früher. Interessant war diesmal, zu sehen, wie das Erdgeschoss wirkt, nachdem der östliche Bereich des früheren Modehauses hin zum Postmichelbrunnen nicht mehr Teil der städtischen Pläne ist. Die Räume sollen nun anderweitig vermietet werden und wurden abgetrennt. Der großzügigen Wirkung des Eingangsbereichs, die früher oft gelobt wurde, hat das nicht gutgetan. Dieser Bereich ist nun deutlich verengt.

Die Stadt sagt, dass sich das Kögel-Gebäude wegen seiner kleinteiligen Strukturen für Einzelhandel nicht eigne. Da darf man sich schon fragen, weshalb ein Haus, das für eine Stadtbücherei mit viel mehr Besuchern als bisher angepriesen wird, für Einzelhandel nicht genau so gut genutzt werden kann. Liegt es daran, dass man mehr Personal im Kögel braucht? Dann bräuchte aber auch eine Bücherei dort mehr Personal als bisher. Nur sagt das bisher keiner, weil sonst die Rechnung der Stadt noch weniger aufgeht. Außer, man wollte mehr Fläche, mehr Etagen und mehr Bücherei-Angebote mit demselben Personal wie bisher bespielen. Weder die Nutzer noch die Mitarbeiter würden sich damit einen Gefallen tun.