Foto: Tobias Koch
Kaum ist das alte Jahr vorbei, beginnt das neue bereits mit einer Reihe geopolitischer Krisen: Venezuela, Iran, Grönland. „Weltpolitik ist erneut zu einem Machtspiel geworden, in dem nationale Grenzen mehr und mehr infrage gestellt werden“, betont David Preisendanz.
Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung in Venezuela sowie in den amerikanischen Plänen zur Annexion Grönlands, die die NATO ernsthaft bedrohen.
Zugleich dauert der verheerende Krieg in der Ukraine unvermindert an. Die Zivilbevölkerung leidet weiterhin unter massiven russischen Angriffen. Auch im Iran kämpfen die Menschen mutig für Freiheit und grundlegende Rechte, während das Regime mit brutaler Härte reagiert. „Es ist unsere Pflicht, auf das Leid der Menschen aufmerksam zu machen und uns konsequent für ihre Rechte einzusetzen“, so David Preisendanz.
Diese weltpolitischen Herausforderungen prägen auch die Arbeit des Deutschen Bundestages, der in der vergangenen Woche zu seiner ersten Sitzungswoche im neuen Jahr zusammengekommen ist. Aus seiner parlamentarischen Arbeit berichtet Preisendanz: „Im Europaausschuss haben wir intensiv mit Sicherheitsexperten über das weitere Vorgehen und über eine notwendige europäische Antwort auf Trumps Politik beraten.“
Anlass zur Zuversicht gibt das Freihandelsabkommen mit Indien, für das Bundeskanzler Friedrich Merz derzeit wirbt. Für Preisendanz ist „Freihandel kein Selbstzweck, sondern ein zentrales Instrument, um Stabilität und Wohlstand zu sichern.“
Insbesondere in diesen historischen Umbruchzeiten muss sich Deutschland viel stärker seiner Rolle bewusst sein: „Deutschland ist ein wirtschaftlich starkes Land. Unsere Wirtschaftsleistung entspricht der von rund 20 EU-Staaten zusammen – dieses Potenzial müssen wir gezielt nutzen und Verantwortung für Europa übernehmen“, erklärt Preisendanz.
Ein wichtiger Schritt ist außerdem das kürzlich unterzeichnete Mercosur-Abkommen, das Handel und Zusammenarbeit zwischen Europa und einzelnen Ländern Südamerikas vertieft. „Wirtschaftliche Stärke ist die Grundlage für politischen Einfluss. Nur wer wirtschaftlich stark ist, kann die Weltordnung aktiv mitgestalten“, so Preisendanz.
2026 muss daher ganz im Zeichen von Wirtschaft und Wachstum stehen.

