ANZEIGE
Kategorien
BUND Bezirksgruppe Esslingen

“Weihnachtspflanzen” retten – statt wegwerfen !

Foto: PublicDomain (pxhere.com/en/photo/833733)

Von der Natur her hat ja alles so seine eigene Zeit. Um nur ein Beispiel zu nennen: Erdbeeren im Juni – direkt vom Feld, hier in der Region, frisch gepflückt: wunderbar! Aber Erdbeeren im Januar, per Flugzeug von irgendwoher – das passt irgendwie nicht, oder?

Das verstehen wir eigentlich alle, aber wir machen auch Ausnahmen. Und dazu gehören die Pflanzenpräsente rund um Weihnachten und Neujahr – zum Beispiel die Weihnachtssterne, der Ritterstern – und jetzt aktuell zum Beispiel der “Glücksklee”. Überall werden diese Pflanzen billig angeboten – und so vergessen wir womöglich, mit wieviel Einsatz an Rohstoffen und Energie diese Pflanzen herangezogen wurden, bevor sie – oft nur für kurze Zeit – als festlicher Schmuck bei uns im Wohnzimmer stehen.

Immerhin – wir könnten diesen Pflanzen und dem dahinter stehenden Aufwand unseren Respekt erweisen: indem wir sie nach den Festtagen nicht einfach verkümmern lassen und nach wenigen Wochen wieder wegwerfen. Stattdessen könnten wir versuchen, das Leben dieser Pflanzen auch über die Festtage hinaus noch zu verlängern!

* Der Weihnachtsstern: Er sollte hell und keinesfalls zu warm und zu feucht stehen. Sobald seine roten “Hochblätter” fallen, versetzen wir ihn an einen dunklen, kühlen Platz, z.B. in den Keller. Ab April bildet er dort neue Triebe. Dann darf er wieder ins Helle und bekommt etwas Dünger. Ein größerer Topf wäre angenehm, oder man kann ihn auch auspflanzen. Im Sommer dann reichlich gießen!

* Der Ritterstern (Hippeastrum, fälschlich oft “Amaryllis” genannt): Eine wahre Pracht – aber auch er landet nach dem Verblühen meist im Müll. Wie schade! Denn im Mai kann der Ritterstern auf den Balkon oder in den Garten versetzt werden. Ab da ist eine mäßige Feuchthaltung u. gelegentliches Düngen angezeigt. Aber nur bis September – da legt der Ritterstern nämlich eine Ruhepause ein.

* Der Glücksklee: obwohl nicht winterfest, kann auch er viele Jahre alt werden!

Genaue “Rettungsanleitungen” zu diesen und weiteren Pflanzen vielfältig im Internet!