Foto: Ökokiste e.V.
Die Zeit des Advent, die Vorbereitung auf Weihnachten – trotz allem neuzeitlichem Trubel vielleicht auch eine Gelegenheit zur Besinnung? Hier jedenfalls einige Gedanken zum Komponieren nachhaltiger Fest-Menüs:
Vielfach wird an solchen Tagen ja Fleisch auf den Tisch gebracht. O.k. – aber man muss das auch nicht übertreiben – denn: im Zweifel nützt “etwas weniger Fleisch” direkt dem Erhalt unserer Lebensgrundlagen (… und dabei geht es vor allem um die Kinder und Enkel!).
Hintergrund: die Intensivhaltung von Nutztieren hat einen großen Anteil an den weltweiten Treibhausgas-Emissionen, belegt für die Produktion der Futterstoffe wertvolle Ackerfläche, braucht Dünger usw.. Insofern hat ein ausgeuferter Fleisch-Konsum großen Anteil daran, dass die industrielle Landwirtschaft inzwischen zu einem der größten “Klimasünder” geworden ist!
Früher war es genau umgekehrt: die damalige Landwirtschaft – stärker auf pflanzliche Lebensmittel orientiert – konnte überschüssiges, schädliches Kohlendioxid aus der Luft holen und in Boden bzw. Biomasse binden. Auch die zu hohen Nitrat-Belastungen in Boden u. Grundwasser, eine Folge der heutigen Intensiv-Stallhaltung, waren zu der Zeit noch kein Thema.
Könnte man also für das Festessen evtl. nur EINE Fleischkomponente einplanen – oder an nur EINEM der Weihnachtstage Fleisch servieren?
Oder wagt man sogar mal ein vegetarisches oder veganes Menü? Maronen-, Rosenkohl- oder Schwarzwurzel-Suppe, Rotkohlsalat, Fenchel-Orangen-Salat oder Feldsalat als Vorspeise, Risotto, Sellerieschnitzel oder Nussbraten als Hauptspeise und Bratapfel, Lebkuchen-Parfait oder Schoko-Mousse als Dessert sind nur einige der vielen Ideen für ein leckeres, “alternatives” Festmahl.

