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Das Ergebnis der Winterzählung der Vögel ist alarmierend. Der Naturschutzbund hat bei der Aktion “Stunde der Wintervögel” deutliche Verluste gegenüber dem Vorjahr, insbesondere auch bei den beiden Spatzenarten Feld- und Haussperling verzeichnet. Was genau die Ursache ist, wird zwar noch untersucht. Klar sei jedoch, dass Brutplatz- und Nahrungsmangel seit Jahren ein Problem für die beiden Arten sei, heißt es vom NABU. “Die Umweltbedingungen sind für Vögel inzwischen so schlecht, dass es auf den Schutz jedes einzelnen Tieres ankommt”, meint der Deutsche Tierschutzbund und befürwortet daher, die Vögel im Winter zu füttern. Dies muss aber am richtigen Ort und mit geeigneten Futter geschehen: Verschmutze Vogelhäuser sind unter Umständen Brutstätten für Parasiten und Krankheitserreger. Daher gilt: Futterstellen täglich trocken ausfegen und einmal wöchentlich mit kochend heißem Wasser schrubben. Man sollte regelmäßig in kleinen Mengen vormittags und nachmittags füttern. Aber bitte: kein Brot oder Speisereste. Körnerfresser wie Meisen, Finken, Spatzen, Kernbeißer und Dompfaffen sollten Sonnenblumenkerne und Hanfsamen sowie eingefettete Haferflocken angeboten werden. Beim Kauf von vorgefertigten Futtermischungen bittet der Deutsche Tierschutzbund unbedingt auf die Qualität zu achten und der NABU warnt vor Meisenknödeln in Plastiknetzen: Vögel können sich darin verheddern und verletzen. Übrigens wird Naturschützern zufolge billiges Vogelfutter meist mit Weizenkörnern gestreckt, die von unseren gefiederten Freunden jedoch oft liegen gelassen werden. Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Amseln und Wacholderdrosseln freuen sich über Rosinen, frisches Obst in kleinen Mengen, Haferflocken sowie Kleie in speziellen Bodenfutterspendern. Auch bei Frost sollte man zusätzlich Schalen mit Wasser anbieten, da das ausgelegte Futter in der Regel sehr trocken ist. Eine Vereisung des Gefieders ist nicht zu befürchten.

