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Süddeutsche Philharmonie Esslingen e.V.

„Über das Staunen – Teil I“

Foto: Süddeutsche Philharmonie Esslingen

– Im Gespräch mit unserem Konzertmeister Stefan Bornscheuer –

 

Stefan Bornscheuer ist Geiger beim SWR-Symphonieorchester und begleitet die SPE seit vielen Jahren als Konzertmeister. Er kennt das Orchester so gut wie kaum ein anderer. Mit dem kommenden Konzert unter dem Motto „ Lovestories“ am 22. März 2026 verabschiedet sich Stefan mit Dvořáks „Romanze in f-moll.  von seiner Konzertmeisterfunktion. Grund genug, die gemeinsamen Jahre nochmal zu reflektieren. Wir haben Stefan gefragt, wie er den Prozess beschreiben würde, den er in der Arbeit mit der SPE durchlebt hat und wo er – neben dem Grad der Perfektion – den größten Unterschied zu einem Berufsorchester wie dem swr Symphonieorchester sieht.

 

„Beide Orchester sind musikbegeistert und lieben, was sie tun. Berufsorchester staunen vielleicht anders über Musik als Amateurorchester. Eine professionale, Ausbildung an der Hochschule hilft insbesondere in der Analyse, soll heißen: man sich freut, wie eine Komposition mit Harmonik, Instrumentation oder der formalen Gestaltung umgeht. Diese musikwissenschaftliche Ausbildung entzaubert aber auch ein wenig das „Wunder Musik”. Amateurorchester haben mehr von diesem Wunder, da sie nicht minutiös in Fächern wie “Allgemeine Musiklehre”, “Harmonielehre”, “Formenlehre”, “Freier Satz” u.v.m. ausgebildet wurden. Manche Fächer klingen so attraktiv wie “Grippaler Infekt”. Für uns Berufsmusiker sind diese Fächer aber eben lebensnotwendig”.

 

Im Teil II verrät uns Stefan Bornscheuer, weshalb er sich für unser kommendes Konzert das Solowerk die Romanze von Dvořák ausgesucht hat.