Foto: Ulrike Rapp-Hirrlinger
Gemeinsam in der Natur unterwegs zu sein, tut Trauernden gut. Deshalb bietet das Hospiz Esslingen regelmäßig Trauerspaziergänge rund um Esslingen an. Es ist ein niederschwelliges Angebot, zu dem man sich zwar anmelden muss, das man aber einmalig oder auch öfter wahrnehmen kann.
Begleitet werden die „Trauerschritte“, gemächliche kleine Wanderungen von maximal zwei Stunden, von ausgebildeten Trauerbegleiterinnen. An diesem Sonntagnachmittag sind dies Sandra Schille und Elke Bühler. Sie leiten den Spaziergang, geben Impulse und stehen als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde geht es in den Wald. Rasch bilden sich Gesprächspaare unter den Trauernden. Einige sind zum ersten Mal dabei, andere kennen sich bereits, unternehmen auch außerhalb der Trauerspaziergänge Dinge gemeinsam.
Das Angebot ist bewusst auf den Sonntag gelegt. Da seien viele Trauernde alleine, weiß Sandra Schille. Sonntags einen festen Termin zu haben, sei hilfreich. Und wer an den Trauerschritten teilnimmt, weiß, dass alle anderen in der gleichen Situation sind. Elke Bühler ist davon überzeugt, dass die Natur Kraftquelle sein kann und Bewegung an der frischen Luft sich positiv auf Körper und Seele auswirkt. Über das körperliche Erleben sollen die Teilnehmenden aus einer Passivität in die Aktivität kommen. Gedichte und andere Impulse gehören ebenso zu den Trauerschritten wie Meditationen oder Atemübungen. Wie sie die Spaziergänge gestalten, bleibt den Trauerbegleiterinnen überlassen. Am Ende steht für die, die wollen, oft noch die gemeinsame Einkehr zum Kaffeetrinken.
Wer sich für das ehrenamtliche Engagement im Trauerbereich interessiert, kann sich an Annette Jetter-Laub, die Leiterin des ambulanten Bereichs im Hospiz, wenden. Kontakt: Tel. 0711 – 136320-12 oder ambulant@hospiz-esslingen.de
Die nächsten Trauerschritte finden am 16. Juni statt. Anmeldung bis zum 13. Juni. Alle Details und weitere Trauerangebote unter www.hospiz-esslingen.de