Foto: Thomas Jüttner Team Themenspaziergänge
Kennen Sie das? Unser Leben ist geprägt von Bräuchen, Ritualen und Redensarten. Wir nehmen daran teil, handeln danach und übernehmen sie in unseren Wortschatz, allerdings ohne immer genau zu wissen, woher sie kommen und was sie ursprünglich bedeuteten. Insbesondere die katholische Liturgie ist voll von Handlungen, Symbolen und Abläufen, die einem regelmäßigen Kirchgänger vielleicht vertraut sind, deswegen jedoch noch lange nicht verständlich. Um zu verstehen, ganz nach dem Wort „Agnoscite, quod agitis – Erkennt, was ihr vollzieht“ nimmt uns Peter Frey in mehreren Teilen auf eine spannende Reise durch die Liturgie mit. Im ersten Teil im November ging es um die Heilige Messe allgemein, beginnend vom Einzug bis zum Tagesgebet. Am 15. Februar 2026 widmete sich Frey dem Wortgottesdienst. Die Wurzeln unserer Liturgie finden sich in der jüdischen Tradition, biblische Texte im Gottesdienst zu lesen. Daraus sind die Lesungen übernommen worden, welche mit Blick auf Jesus Christus um das Evangelium erweitert wurden.
Im Gegensatz zu den Gottesdiensten vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) ist die Gemeinde heute nicht mehr nur Hörende, sondern aktiv Beteiligte, was sich im Antwortgesang auf die Lesungen zeigt. Der Unterschied zwischen Predigt und Homilie wurde von Frey ebenso erläutert, wie die Geschichte des Glaubensbekenntnisses, welches seine heutige Form seit 1970 hat.
Mit den Fürbitten, mit denen die aktuellen Anliegen der Gemeinde vor Gott getragen werden, endet der Wortgottesdienst innerhalb der Messe und auch diese aufschlussreiche Einführung in die katholische Liturgie. Der Termin für den 3. Teil wird noch bekannt gegeben.

