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Die Deutsche Umwelthilfe möchte mit professionellen Messgeräten diesen Winter die Belastung durch Rußpartikeln – verursacht von Holzheizungen – messen. Staatliche Messgeräte messen hauptsächlich die Luftschadstoffbelastung (Stickoxide, Feinstaub) verursacht durch den Straßenverkehr, siehe Neckartor in Stuttgart. Spezielle Rußmessungen finden nur an wenigen Standorten statt.
Ruß gehört zu den besonders schädlichen Feinstäuben, weil diese nachweislich Karzinome Wirkung haben. Aufgrund der schlechten Verbrennung stoßen Holzheizungen besonders viel rußhaltigen Feinstaub aus.
Im vergangenen Jahr wurden Messungen in Zusammenarbeit von Deutscher Umwelthilfe mit dem BUND in Rosenheim durchgeführt, welche anschaulich die ansteigende Luftverschmutzung in den Abendstunden nachweisen konnten. In Wohngebieten mit besonders vielen Holzheizungen wurden Rußpartikelkonzentrationen gemessen, die bis zu sieben Mal höher waren als in Berlin Mitte zur selben Zeit.
Die Deutsche Umwelthilfe verfügt über wenige teure Ruß Messgeräte und hat uns eine Zusammenarbeit für diesen Winter angeboten.
Wenn jemand einen Standort hat, der im Winter besonders stark durch die Belastung mit Holzheizungen betroffen ist, kann sich gerne an uns wenden.
Folgende Voraussetzungen müssen gegeben sein:
Die Messung würde über zwei Wochen durchgeführt werden. Optimal wären Standorte in einem Wohngebiet mit vielen Holzheizungen. Das Gerät selbst sollte vor Regen geschützt z.B. auf einem Balkon/einer Terrasse platziert werden und benötigt Strom. Damit das Messgerät ordnungsgemäß funktioniert, muss dieses zunächst mit einem WLAN in der Nähe verbunden werden; außerdem ist alle paar Tage ein Filterwechsel erforderlich. Ansonsten zeichnet das Messgerät die Daten ohne weiteres Zutun auf.
Sie können sich an Jörg Sanzenbacher, info@feinstaub-esslingen.de wenden. Weitere Informationen zu uns finden Sie unter www.feinstaub-esslingen.de