Foto: Jürgen Gross
Weil die erwarteten Einnahmen bei der Gewerbesteuer um 36 Mio., unter dem veranschlagten Zehnjahresdurchschnitt von 94 Mio. liegen, kündigt uns unser OB schmerzhafte Einschnitte an.
Schmerzhaft wird es für die städtischen Beschäftigten, die künftig die Arbeit der nicht nachbesetzten Stellen zusätzlich machen dürfen – oder für jene, die seit Jahrzehnten auf eine Lösung der bestehenden Verkehrsprobleme warten. Schmerzhaft trifft es Eltern kleiner Kinder, die steigende Betreuungsgebühren bei kürzerer Betreuungszeit bezahlen sollen. Schmerzhaft dürfte es auch für Mieter sein, die trotz Reallohnabbau die ständig steigenden Lebenshaltungskosten wuppen sollen. Aber unser Oberbürgermeister träumt nach wie vor von seinen Großprojekten (z.B. Museumsquartier), wirft aber den Bürgern „Vollkaskomentalität, “ vor. Wie wäre es, mal bei den Reichen und Vermögenden dieser Stadt anzuklopfen, deren Reichtum durch Kapitalmarktrenditen, Immobilienwertsteigerungen, Erbschaften und Unternehmensbeteiligungen immer weiter steigt?
Mit deren Hilfe in Form von Spenden oder Stiftungen könnte doch der Marktplatz saniert, die Kosten der Erweiterung des Klinikums gestemmt und die historischen Gebäude der Stadt behindertengerecht saniert werden. Eine Namensänderung zu Ehren der Spender könnte zu ewigem Ruhm führen. Der Marktplatz hieße dann halt beispielsweise Stollplatz und die Neubauten der Klinik Eberspächerflügel. Falls die Spenden wider Erwarten nicht eingehen, fordern wir Erhöhung des Gewerbesteuersatzes auf das Niveau von Stuttgart (Hebesatz 450) eine Gemeindefinanzreform, die viel mehr Geld in die Kassen der Kommunen spült und vor allem eine viel drastischere Besteuerung der Großkonzerne! Kommt zur Öffentlichen Mitgliederversammlung am Sonntag den 25.1. 26 16 Uhr Bürgerhaus Pliensauvorstadt.

